Cost Average Effekt - Erklärung und Beispielrechnung

Cost Average Effekt bei Investmentsparplänen (Durchschnittskosteneffekt) bedeutet, daß eine Anlage auf einen bestimmten Zeitraum aufgeteilt wird, bei gleich bleibenden Beiträgen. So ergibt sich als Kaufkurs ein Durchschnittskurs, der über diesen Zeitraum bestimmt ist. Somit reduziert sich die Relevanz des Timings bezüglich des richtigen Einstiegszeitpunkts, da bei hohen Kursen weniger Fondsanteile erworben werden, bei niedrigen Kursen entsprechend mehr Anteile. Diesen Durchschnittskosteneffekt nutzen besonders langlaufende Sparpläne, besonders Fondssparplan Geldanlagen.

Fondssparplan Szenarien können Sie mit dem Fondssparen Rechner graphisch simulieren.

Im Folgenden zwei Fonds-Szenario Beispiele (mit steigenden und fallenden Kursen) und das jeweilige Ergebnis für eine Fondsanlage mit festem Monatsbeitrag, eine Anlage wo jeden Monat eine feste Anzahl von Anteilen des Fonds erworben wird und noch die Einmalanlage zu Beginn des Zeitraums.

Durchschnittskosteneffekt Beispielrechnung

Nachdem bisher die Theorie den Vorrang hatte folgen nun zur Verdeutlichung eine Cost Average Effekt Beispielrechnung mit zwei Beispielen. Eins simuliert steigenden Fondskurse, das Zweite hingegen fallende Fondskurse.

Cost Average Effekt Beispiel: Sparplan bei steigenden Kursen

Der folgende Chart stellt den Kursverlauf für einen Investmentsparplan dar, der exemplarisch als Cost Average Effekt Beispiel 1 ausgewählt wurde. Dargestellt ist ein Fonds mit einem unter Schwankungen (Volatilität) steigenden Kursverlauf.

Cost-Average-Effekt bei ansteigendem Kursverlauf

Tabelle Cost-Average-Effekt bei steigenden Kursen

Das Cost Average Beispiel in der Tabelle zeigt erwartungsgemäß, daß eine Einmalanlage in einen Fonds zum richtigen Zeitpunkt die beste Wertentwicklung zeigt, gefolgt von dem Fondssparplan mit festem Beitrag vor dem Fonds-Sparplan mit konstanten Anteilen.

Cost Average Effekt Beispiel 2: Sparplan bei fallenden Kursen

Der nächste Chart zeigt unser Cost Average Effekt Beispiel 2, ebenfalls den Kursverlauf bei Investmentsparplänen. Diesmal ergibt sich ein unter Schwankungen abfallender Chart.

Cost Average Effekt bei fallendem Kursverlauf

Tabelle Cost-Average-Effekt bei fallenden Kursen

Diese Grafik zeigt ebenso erwartungsgemäß, daß eine Einmalanlage zum falschen Zeitpunkt die schlechteste Wertentwicklung zeigt. Deutlich besser sind hier dank des Durchschnittskosteneffekt 's die Fonds Sparplan-Varianten, wobei auch hier der Fondssparplan mit konstantem Beitrag die Nase vorn hat.

Fazit: Die Einmalanlage hat Vorteile, wenn man den richtigen Zeitpunk erwischt (Timing), hat also ein entsprechendes Risiko. Ein Sparplan mit einem festen Anlagebetrag über längere Zeit ist dem Erwerb einer vorgegebenen Anzahl von Anteilen auf gleichem Zeitraum meistens Überlegen (hier sowohl bei steigenden, als auch bei fallenden Kursen)

Beispielrechnung Zusammenfassung

Man sieht durch die beiden Beispiele auch die Vorteile, ebenso wie die Nachteile. Es ergibt sich, dass risikoscheue Anleger von der Einmalanlage Abstand nehmen sollte und auf den Cost Average Effekt bei Investmentsparplänen setzen sollte.

Cost Average Effekt Vorteil

Der Cost Average Effekt Vorteil liegt klar auf der Hand. Bei negativen Szenarien bekommt man einen "Mittelwert" als Kaufpreis. Somit ist das Risiko deutlich reduziert verglichen mit dem Einstieg per Einmalbetrag. Auch ist das Problem des "besten Einstiegszeitpunkt" (Timing) wie bei der Einmalanlage nicht gegeben.

Cost Average Effekt Nachteil

Der Cost Average Effekt Nachteil ergibt sich zwingend aus dem Vorteil. Bei stark steigenden Kursen profitiert man nur gebremst, da auch hier wieder der Kaufpreis einen "Mittelwert" darstellt. Somit obliegt es dem Risikobewusstsein der Anlegers, ob der Durchschnittskosteneffekt eher ein Vorteil oder doch einen Nachteil darstellt.